Nein zu Hochhaus-Abriss: CDU Siegen möchte Denkmal erhalten und Wohnraum schaffen.

Pressemitteilung des CDU-Stadtverbandes Siegen zum Sachstand 
ehem. Behördenhaus Straßen.NRW

Schwerpunktthema der letzten politischen Gesprächsrunde des  CDU-Stadtverbandsvorstandes war der Sachstand des ehem. Behördenhauses, Straßen.NRW‘. Der Vorstand war sich in der Ansicht einig, dass man immer da, wo es realistisch und städtebaulich möglich ist, dem Studentenwerk im Bemühen um die Beschaffung studentischen Wohnraums helfen müsse. Es sei die Aufgabe der Politik, Einzelinteressen mit dem Gemeinwohl in Einklang zu bringen. Hierbei dürfe der Öffentlichkeit nicht geschadet werden in dem z.B. ein wichtiges Hochhaus-Bau-Denkmal abgebrochen und eine einzelne Institution begünstigt werde, in dem sie z.B. "Filet"-Grundstücke zum Vorzugspreis erhalte. Ganz offensichtlich, so Stadtverbandsvorsitzender Jens Kamieth MdL, habe sich die SPD nicht ausreichend mit alternativen Lösungsmöglichkeiten auseinandergesetzt. Sie reduziere die Bemühungen um ein Studentenwohnheim auf ein einziges Objekt, und versuche aufgrund eines gemeinsamen Parteibuches maximalen Einfluss, angefangen von der Verfügbarkeit bis zur Preisgestaltung zu nehmen. Ein Mehrwert für die Öffentlichkeit sei keinesfalls erkennbar.

Öffentlich werde Druck aufgebaut in dem man lediglich Einzelheiten aus dem Wohnungsmarktkonzept vom 05.12.2014 zitiert. Hier würden allerdings nur die Sichtweisen wiedergegeben, die die eigenen Interessen untermauern. Setze man sich mit diesem Gutachten einmal seriös und intensiv auseinander, wie es die CDU getan habe, könne man erhellende und belastbare Fakten feststellen: Die Spitze des studentischen Wohnraumbedarfs ist zahlenmäßig erreicht und es wird ein Rückgang von 18.600 auf höchstens 17.000 Studenten nach dem Jahr 2015 erwartet. Diese Tendenz ließe sich am Markt schon jetzt erkennen, so Kamieth. Aus „gutem Grund“ werden andere Fakten aus dem gleichen Konzept verschwiegen, die einen erhöhten Bedarf an Seniorenwohnungen bis zum Jahr 2030 von 26.955 auf 29.297 Personen, also um rund 2.400 Personen, mithin mindestens 1.200 Haushalte feststellen. Wegen dieses, der demographischen Entwicklung geschuldeten zusätzlichen Bedarfs an Seniorenwohnungen und des bereits innerstädtisch fest zu stellenden Kaufkraftdefizits drängt sich, dem Gutachten folgend, eine andere Widmung des Quartiers bzw. Grundstücks förmlich auf. „Das Eine tun und das Andere nicht lassen“, so Jens Kamieth. Die erkennbare Mischung von Wohnungen für Senioren ebenso wie für Studenten, wie sie von einem der Investoren aufgezeigt worden sei, erfülle die Vorgaben für die Beplanung des Quartiers. Es sei geradezu irreal, äußerte sich die Stadtverordnete Christa Schlenther, ein ca. 4.700 m² großes Grundstück in erster Lage ausschließlich mit lediglich 150 Studentenwohnungen und den zugehörigen Parkplätzen zuzupflastern. Das werde die Qualität des Quartiers mindern!

Der Bevölkerung sei der ständigen Versuche des SPD-Fraktionsvorsitzenden überdrüssig, der in regelmäßigen Abständen neue Prestigeobjekte in Siegen suche und - wie in diesem konkreten Fall - sogar ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude shreddern wolle, um anschließend mit Steuergeldern eigene Prestigeobjekte bauen zu können, so die Versammlungsteilnehmer unisono. „Wir wollen das Hochhaus als Denkmal erhalten und gemeinsam mit dem Studentenwerk in diesem Quartier auch studentisches Wohnen ermöglichen“, so Fraktionsvorsitzender Rüdiger Heupel. Die Politiker waren sich in der Ansicht einig, dass das Studentenwerk sich von Prestigeprojekten verabschieden müsse und sich offen Alternativprojekten zuzuwenden solle, damit die ganze Stadt wie auch das Studentenwerk gewinne. „Die SPD fordern wir auf, ihren Fraktionsvorsitzenden auf den Weg zur Realpolitik positiv zu begleiten. Nur so können wir zukünftig Politik zum Wohle unsere Bürger gestalten“, formulierte Kamieth das Abschluss-Statement.

 

 

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