Antrag gem. § 9 der GeschO des Rates der Stadt Siegen zur nächsten Sitzung des Rates am 24.11.2010

Antrag gem. § 9 der GeschO des Rates der Stadt Siegen zur nächsten Sitzung des Rates am 24.11.2010

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Siegen beantragt:

Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah „Homeoffice“-Arbeitsplätze zu er- möglichen und zu diesem Zweck die rechtlichen, sachlichen und finanziellen Voraussetzungen für die Einführung von „Homeoffice“-Arbeitsplätzen bei der Stadtverwaltung zu prüfen und dem Rat spätestens zur Ratssitzung im Mai 2011 eine beschlussfähige Vorlage zu unterbreiten.

Begründung:
Es wird immer wichtiger, Familienarbeit, insbesondere die Betreuung von Kin- dern und die Pflege von Angehörigen, mit einer beruflichen Tätigkeit zu vereinba- ren. Der Wiedereinstieg nach einer familiär bedingten Auszeit muss erleichtert werden. Viele junge Eltern möchten ihre Kinder erst nach Erreichen des 3. Le- bensjahres in eine Tagespflege oder eine Kindertageseinrichtung geben. Viele Fa- milien pflegen ihre Eltern zu hause.
Hier schafft die Einrichtung von „Homeoffice“-Arbeitsplätzen (also die Verlage- rung des Arbeitsplatzes aus den Verwaltungsbüros in den häuslichen Bereich der MitarbeiterInnen) Abhilfe. So ergeben sich Synergieeffekte auf beiden Seiten. Die MitarbeiterInnen erfahren eine Zeit- und Kostenersparnis insbesondere auch in Zeiten erkrankter Kinder; der kommunale Arbeitgeber kann motivierte, gut ausge- bildete MitarbeiterInnen halten, die sonst ggfls. in Elternzeit oder Teilzeitarbeit ausweichen müssten.

Damit wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert und zugleich

- die MitarbeiterInnenzufriedenheit erhöht
- die MitarbeiterInneneffizienz gesteigert
- die Kosten sowohl der MitarbeiterInnen als auch die des Arbeitsgebers redu- ziert.

Die Stadtverwaltung kann so für die heimische Wirtschaft eine Vorreiterrolle über- nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ute Höpfner-Diezemann
Fraktionsvorsitzende

Maria Opterbeck
Ratsfrau

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