Verkaufsoffene Sonntage

CDU sieht in der Abschaffung der verkaufsoffenen Sonntage falsches Signal

Das Ergebnis der Ratsabstimmung vom vergangenen Mittwoch kam auch für die CDU Fraktion überraschend. Nachdem in den Jahren zuvor sich stets die Befürworter der verkaufsoffenen Sonntage durchsetzen konnten, scheiterte der Antrag auf sieben verkaufsoffene Sonntage diesmal knapp an vier Stimmen.

Die CDU sieht darin ein fatales Signal für Siegen als regionales Zentrum. Der Handel soll an diesen Tagen Gelegenheit bekommen den Familien des Umlands seine Vielfalt und Attraktivität zu präsentieren, um so dauerhafte Kundenbindung zu betreiben. Die offenen Sonntage waren immer mit besonderen, ehrenamtlich geförderten Anlässen, wie z.B. Stadtfesten, verknüpft. Jens Kamieth, Stellv. Bürgermeister von Siegen, stellt fest: „Die Entscheidung des Rates ist daher auch ein Schlag gegen das Ehrenamt.“ Die Position der Kirchen findet zwar gerade auch in den Reihen der Christdemokraten viel Verständnis – ist aber, wie man im bundesweiten Vergleich sehen kann, keineswegs einheitlich.

Die Gelegenheit zum sonntäglichen Gottesdienstbesuch war aufgrund der Öffnungszeiten stets gegeben. Viele Arbeitnehmer konnten den ein bis zwei

Sonntage pro Jahr, an denen sie von 13 - 18 Uhr eingesetzt wurden, durchaus Positives abgewinnen. So konnte die Mehrarbeit an anderen Tagen abgefeiert werden und der verbindlich zu zahlende Zuschlag für die Mitarbeiter ist steuerfrei. Die CDU wird sich daher für eine Umkehrung dieses Beschlusses einsetzen.

Die Fraktionsvorsitzende Ute Höpfner-Diezemann zur Online-Bürgerbefragung der Siegener Zeitung: „Eine gute Idee, die aber aufgrund der einfachen Manipulation natürlich kein aussagekräftiges Ergebnis bringen kann.“ In den kommenden Tagen wird die CDU mit Ständen in der ganzen Stadt aktiv sein, um mit den Bürgern über diese Entscheidung zu diskutieren.

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