Anfrage zur nächsten Sitzung des Schulausschusses

Anfrage zur nächsten Sitzung des Schulausschusses

Vorbemerkung

Die schulische Inklusion in Nordrhein-Westfalen droht zu scheitern. Darauf machte das aus fünf Elternverbänden bestehende Bündnis „Rettet die Inklusion!“ am 7. Februar 2017 im Rahmen einer Pressekonferenz in Düsseldorf aufmerksam.

Die Allianz aus dem Landesverband NRW der Eltern und Förderer sprachbehinderter Kinder und Jugendlicher, dem Elternverein NRW, der Katholischen Elternschaft Deutschlands in NRW sowie der Landeselternschaft der Realschulen NRW und der Gymnasien NRW zieht nach zwei Jahren schulischer Inklusion an vielen Schulen ein ernüchterndes Resü-
mee. Sie beklagt frustrierte, vereinsamte und schlecht geförderte behinderte Kinder, in ihren Erwartungen enttäuschte Eltern, überforderte und ihre Leistung in Zweifel ziehende Lehrerinnen und Lehrer sowie eine allgemeine Verlangsamung bzw. Verschlechterung der Schulausbildung aller Kinder und Jugendlicher in den Inklusionsklassen.

Die im Rahmen der Pressekonferenz vorgetragenen Schicksale von Kindern mit Handicap, die zunächst in Regelklassen ohne hinreichende Unterstützung in zu großen Klassen beschult wurden, zeigen, wie ideologiegetrieben die Schulpolitik der nordrhein-westfälischen Landesregierung ist. Erfolgreiche Inklusion wird an der Inklusionsquote festgemacht, nicht an individuellen Lernfortschritten.

Fragen

Vor diesem Hintergrund bittet die CDU-Fraktion im Rat der Universitätsstadt Siegen die Verwaltung um die Beantwortung der nachfolgenden Fragen:

  • Wie viele Kinder und Jugendliche werden inklusiv an Regelschulen beschult? (aufgeschlüsselt nach Schulform)
  • Wie groß sind die inklusiven Klassen an Regelschulen? (aufgeschlüsselt nach Schulform)
  • Wie viele Stunden pro Woche steht den Kindern und Jugendlichen in den inklusiven Klassen eine Doppelbesetzung mit einem Sonderpädagogen zur Verfügung? (aufgeschlüsselt nach Schulform)
  • Wird die Zufriedenheit mit dem inklusiven Unterricht an Regelschulen erhoben und dokumentiert? – Wenn ja, mit welchen Instrumenten?
  • Wird die Zufriedenheit mit dem Unterricht an Förderschulen erhoben und dokumentiert? – Wenn ja, mit welchen Instrumenten?
  • Wie viele Kinder und Jugendliche haben den inklusiven Unterricht an den Regelschulen in den letzten 12 Monaten zugunsten der weiteren Beschulung an Förderschulen beendet? – Sind der Verwaltung die Gründe für den Wechsel bekannt?
  • Wie viele Kinder und Jugendliche haben die Beschulung an einer Förderschulen zugunsten der weiteren Beschulung im inklusiven Unterricht an den Regelschulen in den letzten 12 Monaten beendet? – Sind der Verwaltung die Gründe für den Wechsel bekannt?

Mit freundlichen Grüßen,

Eva-Marie Bialowons-Sting
Vorsitzende Schulausschuss

Rüdiger Heupel
Fraktionsvorsitzender

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